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Tagung Stickstoffbilanzen am 29.09.2011

Der OOWV hat mit dieser Tagung Vorträge unterschiedlicher fachlicher Herkünfte in einen Kontext gestellt. Damit wurde die N-Bilanzierung aus Sicht des Trinkwasserschutzes beleuchtet, und zwar von der innerbetrieblichen N-Bilanz bis hin zur Nitratversickerung  an die Grundwasseroberfläche.

Zur Illustration haben wir einige Kernsätze der Referenten und Teilnehmern zusammengestellt. Die Referate gemäß der Vortragsfolge sind hier ebenfalls verfügbar:

Tagungsraum

Vortragsfolge

T. Eiler
Landwirtschaftskammer Niedersachsen
Oldenburg

Bilanzierungsmethoden nach Fachrecht im Vergleich I – Aussagekraft der Ergebnisse  bezüglich des N-Austrags ins Grundwasser„Die Beratungsarbeit spielt sich insbesondere ab im Bereich der innerbetrieblichen Nährstoffflüsse.“

Dr. W. Schäfer
Landesbetrieb für Bergbau, Energie und Geologie
Hannover

Bilanzierungsmethoden nach Fachrecht im Vergleich II – Aussagekraft der Ergebnisse  bezüglich des N-Austrags ins Grundwasser„Der N-Saldo ist der Schlüssel zum Erfolg, ohne entsprechende Reduzierung werden Freiwillige Vereinbarungen längerfristig keinen Erfolg haben.“

Dr. F. Antony
Ingenieurbüro INGUS
Hannover

Optimierung der Bilanzierungsmethoden- Aussagekraft  der Ergebnisse bezüglich des N-Austrags ins Grundwasser unter Berücksichtigung verdeckter N-Mengen (pdf, 3MB)„Die Hoftorbilanz ist ein sehr geeignetes Beratungsinstrument zur Steigerung der einzelbetrieblichen N-Effizienz, zur Minderung der N-Überschüsse und zur Erfolgskontrolle der Düngeberatung.

Prof. Dr. K.-J. Hülsbergen
Lehrstuhl für Ökologischen Landbau und Pflanzenbausysteme
Technische Universität München

N-Bilanzierung im Modell REPRO zur Nachhaltigkeitsbewertung in der Landwirtschaft (pdf, 3MB!)
(dazu: wiss. Veröff. auf englisch)
„Der Zusammenhang zwischen N-Saldo und NO3-Versickerung ist langfristig auf jeden Fall gegeben.“

Dr. M Steininger
Mitteldeutsches Institut für angewandte Standortkunde und Bodenschutz (MISB)
Halle

Vom N-Saldo zum NO3-Austrag in das Sickerwasser – wasserwirtschaftliche Sekundärauswertung  am Beispiel der Kommunalen Wasserwerke Leipzig„Eine lokal unterschiedliche Nitrataustragsgefährdung macht lokal unterschiedliche N-Salden tolerierbar.“

Dr. G. Springob
Ingenieurbüro Bodenkunde
Burgwedel

Bewertung von N-Mineralisationspotentialen auf humusreichen Standorten „Die ‚Nitratproduktion aus Humusabbau’ kann auf N-Quellenstandorten mehrere 100 kg N je Hektar und Jahr erreichen. N-Überhänge sind düngewirksam.“

M. Howahr
Niedersachsen Wasser
Kooperations- und Dienstleistungsges. mbH
Oldenburg

Ableitung des Schutzpotentials der Grundwasserdeckschichten durch Verknüpfung hochauflösender geologischer 3D-Modelle mit dem Standardverfahren nach Hölting et al. (pdf, 9MB!)„Die örtliche Nitratauswaschungsgefährung aus der Bodenkrume wird mitbestimmt durch die lokalen Wegsamkeiten bei der Versickerung zur Grundwasseroberfläche.“

Dr. K. Berkhoff
Institut für Umweltplanung
Leibniz Universität Hannover

Mesoskalige Bestimmung der Gefährdung von Grundwasserkörpern durch das Modell STOFFBILANZ am Beispiel des Einzugsgebietes der Hase„Auch grobskalige Hintergrunddaten können helfen, das Ergebnis einer Modellierung zu verbessern.“



            Stand: 28 Oct 2011     Impressum